Wenn es darum geht, Einstellungen am eigenen PC vorzunehmen, um dessen Leistung zu optimieren, schrecken viele Menschen zurück. Die vermeidlich schwierige Technik sollte nach der Meinung vieler doch lieber dem Profi überlassen werden. Dabei ist es heute so einfach wie nie, sich selbst mit der Leistungsoptimierung auseinanderzusetzen.
Die Arbeit des Prozessors sinnvoll optimieren
Viele neue Möglichkeiten und nützliche Hilfsmittel machen es dem Durchschnittsanwender heute so leicht wie nie zuvor, selbst die Optimierung des eigenen Rechners vorzunehmen oder diesen individuell anzupassen. Mit kleinen Tools kann man ganz bequem die zentrale Rechnereinheit, die CPU, bearbeiten. Besonders bei modernen Mehrkern-Prozessoren macht das Sinn. So kann man bestimmte Abläufe bestimmten Prozessorkernen zuordnen und dadurch unter Umständen ein großes Plus an Effizienz herausholen. Auf diese Weise arbeitet ein Rechner nicht nur deutlich schneller, sondern auch stabiler.
Um die Arbeit des Prozessors allgemein zu optimieren kann man zusätzlich Einfluss auf die Taktung und die Betriebsspannung nehmen. Insbesondere die Firma AMD konnte sich in den vergangenen Jahren durch ihre leistungsanpassungsfähigen Prozessoren einen Namen machen. Es kamen verschiedene Entwicklungsstufen auf den Markt, die ausgesprochen stabil und zuverlässig funktionieren und dennoch eine geringere Leistungsaufnahme und entsprechend kleinerem Stromverbrauch haben. Systeme wie „PowerNow“ oder „Cool-n-Quiet“ sorgen dafür, dass der Prozessor immer dann besonders sparsam arbeitet, wenn er nicht gerade unter Volllast steht. Natürlich haben mittlerweile auch andere namhafte Prozessorhersteller entsprechend sparsame Prozessoren in ihrer Produktpalette.
Prozessorsteuerung für Anspruchsvolle
Neue und sparsame Prozessoren leisten gute Dienste, aber dennoch reicht das einigen Anwendern nicht aus. Mit Hilfe von zusätzlichen Programmen wird dann versucht, direkten Einfluss auf die Leistungssteuerung der CPU zu nehmen. Anders als bei den vorgegebenen Modi der Hersteller, kann man nun ganz individuell festlegen, wie viel der Prozessor bei welchem Zustand arbeiten soll. Insbesondere Notebooks können von derartigen Eingriffen profitieren. Wird die Prozessor-Leistungssteuerung auf energiesparende Modi programmiert, lassen sich auf diese Weise die Akkulaufzeiten deutlich erhöhen.
Für ein reibungsloses Arbeiten ist es zudem ratsam, die Prozessortemperatur stets im Auge zu behalten. Auch hierfür gibt es praktische kleine Programme, die in der Regel kostenlos im Internet zu haben sind. Besonders, wenn das Betriebssystem instabil läuft, kann das ein klarer Hinweis auf zu hohe Prozessortemperaturen sein. Damit das System „rund“ läuft und die Lebensdauer eines Prozessors nicht unnötig verkürzt wird, sollten die Temperaturen 70°C nicht übersteigen.
Fazit
Die Prozessorhersteller tun ihr möglichstes, damit die CPU im eigenen Rechner optimal arbeitet. Allerdings reicht das in vielen Fällen nicht. Stabilität und Geschwindigkeit des Rechners könnten oft besser sein. Noch vor wenigen Jahren war der Durchschnittsanwender an die Herstellervorgaben gebunden und konnte praktisch nichts ändern. Heute lässt sich durch kleine Hilfsprogramme und mit wenigen Klicks ein Optimum der Prozessorleistung erreichen. Damit sind in Nu Kriterien wie Schnelligkeit, Stabilität und Effizienz auf höchstem Niveau.